Gemüse, Kräuter und Obstanbau im Garten

Der letzte Frost ist vorüber und so startet die Gartensaison für alle Hobby- und Profigärtner. Wenn Sie einen eigenen Garten besitzen, können Sie sich dieses Jahr einmal so richtig ausleben und Gemüse, Kräuter und Obst im eigenen Grün anpflanzen. Dies bringt Ihnen nicht nur leckere Bio Lebensmittel auf den Esstisch, sondern bringt Sie auch ein Stück näher zum autarken Leben.

Was es beim Anbau von Gemüse, Obst und Kräutern im eigenen Garten zu beachten gibt, erfahren Sie im Folgenden.

Wann ist der perfekte Einpflanzzeitpunkt?

Die Gartensaison in Deutschland beginnt meist zwischen März und April. Wann genau der geeignete Zeitpunkt zum Einpflanzen ist, verrät Ihnen aber der Wetterbericht. Sie sollten immer den letzten Frost abwarten, bevor Sie mit der Bepflanzung des Gartens beginnen. Nur so können Sie gewährleisten, dass Ihre Saat auch austreibt und Keimlinge bildet.

Oftmals ist das Wachsen von Schneeglöckchen ein gutes Indiz dafür, dass der Winter vorbei ist und die warme Jahreszeit so langsam beginnt. Bevor Sie Ihre Saat einsäen, sollten Sie jedoch zunächst den Rasen mähen und die Beete reinigen und ggf. die Erde nachfüllen oder Dünger hinzufügen, um eine ertragsreiche Ernte zu sichern.

Welche Möglichkeiten zum Heranziehen von Obst, Kräutern und Gemüse gibt es?

Für die Zucht von Obst, Gemüse und Kräutern haben Sie unterschiedliche Möglichkeiten. Diese unterscheiden sich in der Form der Anzucht. Diese stellen wir Ihnen im Folgenden vor.

Anzuchtkasten für ein schnelleres Heranwachsen der Keimlinge

Ein Anzuchtkasten eignet sich hervorragend für die Saat von Kräutern und der Anzucht von Salaten, Erdbeeren oder anderen Produkten. Der Anzuchtkasten kann in unterschiedlichen Formen und Größen kommen und sowohl innen als auch außen platziert werden. Wer kein Budget für einen Anzuchtkasten übrig hat, kann diesen sogar aus einem Eierkarton basteln.

Grundsätzlich gibt es aber eine große Auswahl an Anzuchtkästen. So können Sie einfache Kästen kaufen, es gibt aber auch Modelle mit einem automatisierten Heiz-, Belichtungs- und Wassersystem. So gedeihen die Keimlinge unter perfekten Bedingungen und können anschließend umgepflanzt werden.

Hochbeete für den Schutz gegen Ungeziefer

Auch die Saat im Hochbeet hat ihre Vorteile. So ist das Gärtnern nicht nur rückenschonender – Dank der Höhe hat es Ungeziefer, wie Schnecken, Ameisen und andere Räuber schwieriger an die leckere Saat zu gelangen. Ein Anbau im Hochbeet bietet den Pflanzen somit Schutz und Sie können die Erde deutlich ertragsreicher anlegen.

Töpfe für eine flexible Umlagerung

Die Saat von kleinen Bäumen oder Sträuchern kann in einem Top sinnvoll sein. Wenn die Saat nicht zu viel Platz zum Keimen hat, wächst diese oftmals schneller, da andere Pflanzen diese nicht vertreiben können. Ab einer bestimmten Größe können Sie die Saat dann in ein Beet umpflanzen.

Anpflanzen von Heilkräuter: Was ist erlaubt und was nicht?

Beim Anbau von Kräutern ist Vorsicht genießen. So ist es nicht erlaubt alle Heilkräuter im eigenen Garten auszubringen. Ein Beispiel hierfür ist die Hanfpflanze. Die Pflanze beinhaltet die Wirkstoffe CBD und THC. Während CBD ein natürliches Heilmittel ist, wirkt THC berauschend und kann uns high machen. Aus diesem Grund ist die Anzucht in Deutschland, trotz positiven Eigenschaften für den Körper durch die Einnahme von CBD verboten. Wer von der Heilpflanze profitieren möchte, muss daher auf CBD Öl aus dem Handel zurückgreifen.

Andere Heilkräuter dürfen Sie jedoch ohne Probleme säen. Dazu zählen:

  • Lavendel
  • Arnika
  • Baldrian
  • Petersilie
  • Basilikum
  • Koriander

Viele Gärtner begeben sich im Wald auch auf die Suche nach frischen Kräutern, die Sie auch im eigenen Garten anpflanzen können. Auch hier gilt es, vorsichtig zu sein. Das Sammeln bestimmter Wildkräuter bedarf nämlich einer Genehmigung. Achten Sie daher darauf was Sie im eigenen Garten pflanzen und dass das Saatgut den rechtlichen Vorschriften entspricht.